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Chérie, mein Darling, werd erwachsen!

So, das ist mein erster Blog, den ich in meinem Leben schreibe. Eigentlich wollte ich das ja nie, aber meine Schwester, die dauernd heimlich mein Tagebuch liest und mir hinterher davon erzählt, meinte, ich solle doch mal öffentlich was schreiben, ich hätte dafür Talent und so. Na ja, jedem seine eigene Meinung, nur halt meiner Schwester Mandy nicht.

Dann fange ich mal an. Veröffentlichung des Tagebuchs der Chérie Swan-Kobe, am 22.8.2007. Und das auch noch in Deutsch. Eigentlich spreche ich ja Englisch die meiste Zeit, also eigentlich immer. Nur nicht, wenn ich in Deutschland bin und das kommt eher selten vor. Trotzdem hatte ich Angst den Blog in Englisch zu schreiben, dann würde er zu persönlich werden.

Angst habe ich jetzt auch. Ich schreibe zwar keine persönlichen Dinge, denn das kann ich irgendwie auf Deutsch gar nicht. Aber was ist, wenn die Leute mir (auf Deutsch!) schreiben: "Chérie, du bist so bescheuert!" Klar, meistens antworte ich dann (denn sagen tun die Leute mir das schon jetzt - auf Englisch): "Well, and I'd like to stay like this for a while" Worauf dann kommt: "Chérie, my Darling, grow up!", nun werd ich halt zu hören kriegen: "Chérie, mein Darling, werd erwachsen!"

Ich bin erwachsen. Zumindest auf dem Papier und das reicht mir im Moment. Was ist schon erwachsen? Ich bin volljährig, darf sogar in den USA Alkohol trinken (dazu muss man ja nun richtig volljährig sein), habe einen Job, meine eigene Wohnung, bezahle meine Rechnungen und kümmere mich um meine Hunde als wären sie Kinder. Wie viel mehr erwachsen kann man sein?

Also, will ich nun eigentlich nicht hören: "Chérie, werd erwachsen!" sondern irgendwas wie "Chérie, halt die Klappe!", aber das werd ich dann nicht tun, weil ich mich ja auch weigere erwachsen zu werden...

 

2 Kommentare 22.8.07 22:58, kommentieren

Immer alles falsch machen...

Kennt ihr das Gefühl? Man hat ein Date mit einem wirklich tollen Typen, aber am Ende sagt er nur: "Man sieht sich" Und dann liegt man stundenlang wach und denkt: "Da hätte ich doch das sagen können, das wäre so viel besser gewesen" Also, ich hab zumindest diese Fähigkeit, mir ständig auszumalen, wie ich es hätte besser machen können.

Ich mache schon aus Prinzip immer alles falsch. Zumindest denke ich das nachher meistens. Aber wisst ihr, es fällt nicht so auf, dass man etwas falsch gemacht hat, wenns am Ende doch richtig läuft. Ja, so etwas soll vorkommen und mir passiert das in letzter Zeit immer öfter - mit einem ganz bestimmten jungen Mann.

Er ist so eine Art Traumtyp, jedes Mädchen, das ihn kennt, will ihn haben. Er ist reich, schlau, sieht gut aus, kinderlieb und hat einen ganz besonderen Humor. Ich weiß gar nicht mehr, wann und wieso ich ihn kennengelernt habe, aber das war mein Glückstag. Er nennt sich Mad Eye. Zum einen, weil die Abkürzung seines Namens Matt I. genauso klingt und zum anderen, weil er ein blaues und ein braunes Auge hat, er hat sehr schöne Augen.

Mad Eye ist Single und er will sich im Moment nicht festlegen. Zu schade für all die einsamen Mädchen, die doch so gerne die Einzige für ihn sein wollen. Mit mir (wie mit vielen Mädchen) versteht er sich ganz blendend.

Und da liegt das Problem: wir verstehen uns zu gut. Und Mad Eye will mehr. Ich aber nicht. Ich weiß, ich bin verrückt, für jedes andere Mädchen wäre es ein Traum, der wahr wird. Wieso ich keine feste Beziehung mit Mad Eye will, weiß ich auch nicht. Und wahrscheinlich mag er mich nur, weil ich ihn nicht will. So ist das bei Männern doch immer, oder?

Mit Mad Eye mache ich immer alles falsch, ich sage immer die falschen Dinge und theoretisch müsste er mich hassen. Jeder andere Kerl würde das tun. So hübsch bin ich nun auch wieder nicht, dass ich mir alles erlauben könnte. Trotzdem liebt Mad Eye mich und ich ihn auch - wie einen Bruder, meistens. Komisch, oder?

Das tat gut, mir das mal von der Seele zu schreiben...

26.8.07 21:37, kommentieren

Warum ich mein Leben liebe!

Warum sollte eigentlich so jemand wie ich sein Leben lieben?

  1. Ich bin Single
  2. Ich hasse zur Zeit meinen Job
  3. Meine Hunde ärgern mich die ganze Zeit
  4. Meine Freunde sind überall in der Welt verteilt, nur nicht hier
  5. Meine Mutter regt mich auf

Aber das ist mir egal, mir gehts gut. Ziemlich gut.

Denn ich nehme das Leben wie es kommt.

Das hab ich schon von Geburt an gemacht und so kam ich zu meinem Namen, Chérie. Es war nur ein Versehen. Meine Patentanten hatten mich immer Chérie genannt, als meine Mutter nach dem Kaiserschnitt noch in der Narkose lag, einfach weil es so niedlich klang. Meine Mutter meinte, als sie aufwachte: "Oh, Chérie klingt schon" Und sofort hatte die Krankenschwester das als den Namen eingetragen. Zuerst war meine Mommy ein wenig schockiert, aber sie hat den Namen so schnell akzeptiert, dass ich nun schon mein Leben lang so heiße.

Seht ihr? Ich habe schon bei meiner Geburt einfach alles auf mich zukommen lassen und deswegen kann ich es auch genießen...

Hab ich noch mal Glück gehabt und eigentlich ist es ja nicht so schlimm.

  1. Den Mann fürs Leben finde ich noch
  2. Den Job kann ich auch wechseln
  3. Die Hunde dürfen sowieso alles und zur Not gebe ich sie halt weg (nee, das könnte ich nie)
  4. Meine Freunde sind die besten auf der ganzen Welt
  5. Meine Mutter ist meine beste Freundin

28.8.07 23:47, kommentieren

On the way with Wilson

So, ich wurde entführt...

Ich hab ganz ehrlich keinen blassen Schimmer, wo ich gerade bin, aber mir gehts gut...

Wilson hat mich mitgenommen und nicht erzählt, wohin. Er kam nur Mittwoch in meine Wohnung und meinte: "Komm mit, oder willst du keine Abenteuer erleben?" Natürlich will ich das! Ich liebe Abenteuer! Und so bin ich mitgekommen

Ich tippe, dafür muss man nicht ganz richtig im Kopf sein. Er ist ein 20-jähriger Theaterschauspieler, der einen netten Sunnyboy-Charme hat und gerne einen über den Durst trinkt (was hier in den USA ja eigentlich wirklich illegal ist. Sind wir überhaupt noch in den USA?), aber wenn ich mal eine Zigarette anzünde, dann flippt er total aus.

Irgendwie ist es hier romantisch und Wilson ist ja auch ganz lieb. Ich kenne ihn seit er ein Baby war und wir sind quasi zusammen aufgewachsen und sind gleich verrückt.

Wenn nicht Wilson, dann wäre ich es ja, die auf so verrückte Ideen kommt wie einfach nur abhauen und raus aus der ganzen Scheiße.

Irgendwann kehren wir sicherlich zurück, aber im Moment sitze ich mit Wilson und einem fetten Kater auf einer Terrasse in der Sonne und frage mich; Kalifornien? Utah? Nevada? Arizona? Mexiko? Na, keine Ahnung, aber Hauptsache Wilson ist bei mir und küsst mich noch einmal so sanft auf die Lippen...

31.8.07 23:44, kommentieren